Veröffentlicht 26. Mai 2026

Forza Horizon 6 Review – Das ultimative Arcade-Rennspiel entwickelt sich erneut weiter

Forza Horizon 6 bringt das Horizon Festival endlich nach Japan – mit neonbeleuchteten Straßen in Tokio, knackigen Berg-Touge-Routen, der Kultur des Drifts und der bisher atmosphärischsten Open-World, die die Reihe je geschaffen hat. Auch wenn es das Rad nicht neu erfindet, verfeinert es fast alles daran zu einem der besten Arcade-Rennerlebnisse, die es heute gibt.

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Forza Horizon 6 Review – Das ultimative Arcade-Rennspiel entwickelt sich erneut weiter

Es gibt zwei Dinge, die Forza Horizon-Fans seit Jahren wollen: Japan – und noch mehr Japan. Playground Games wusste das nur zu gut, weshalb der sechste Teil der Reihe das Hochgeschwindigkeits-Abenteuer endlich in ein Land voller Neonlichter, steiler Bergwechselkurven und nächtlicher Drift-Sessions führt, die sich anfühlen, als wärst du mitten in „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“. Die absurd lange Wartezeit hat sich allerdings ausgezahlt – und schon nach den ersten Kilometern Spielzeit wird klar: Das ist nicht nur billiger Fanservice für die Wunschlisten enttäuschungshungriger Fans.

Forza Horizon ist mittlerweile so etabliert, dass das Spiel auch ohne die Fahrten selbst verkauft würde. Die Entwickler stützen sich aber nicht einfach nur auf den Namen der Reihe oder lehnen sich bequem an vergangene Erfolge. Nein: Sie nehmen genau diese Grundlage, umarmen sie und packen dazu Unmengen neuer Features in das bewährte (und extrem beliebte) Rezept. Wir bekommen die größte Open World der Reihe, ein Fahrerlebnis, das in vielerlei Hinsicht überdreht ist, und genau die Art von Arcade-Spaß, bei der du dir sagst: „Nur noch ein Rennen“ – um drei Stunden später immer noch durch regnerisches Tokio zu rasen, im Soundgewand japanischer Synthwave. Ja, das ist mir mehr als einmal passiert.

Und auch wenn das Spiel nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt, liefert es den Fans genau das, was sie wollten. Nur ist es jetzt spürbar größer, lauter, cooler, schöner – und deutlich näher an dem dran, was man sich jahrelang vorgestellt hat.

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Japan war nicht leicht umzusetzen – aber es hat sich gelohnt

Seit Jahren beweist Playground Games, dass Forza Horizon mehr ist als nur Autos. Klar: Hunderte Fahrzeuge, ein an Arcade angelehntes Fahrmodell und die technischen Aspekte bleiben das Fundament seines Erfolgs. Aber die Entwickler haben die Spielwelt nach und nach zum eigentlichen Hauptdarsteller der gesamten Reihe gemacht. Vielleicht ist genau das der Grund, warum sich vor jedem neuen Ableger mehr Gesprächsstoff um das Ziel dreht als um die Fahrzeugliste selbst.

Nach Mexiko, Großbritannien und Australien ist Japan endlich da – ein Land, das sich Fans praktisch von Anfang an gewünscht haben. Und man muss sagen: Das Studio hat diesen Druck mit bewundernswerter Leichtigkeit abgefedert. Kurz gesagt: ein akribisch gebautes Automobil-Paradies. Gleichzeitig glaube ich, dass es ein kluger Schachzug war, mit Japan erst im sechsten Teil zu kommen, weil heute erst die technischen Möglichkeiten reichen, um die Atmosphäre der japanischen Autokultur exakt so einzufangen, wie Fans sie sich seit Jahren vorstellen.

Fun Fact: Japan in Forza Horizon 6 geht nicht nur um Berg-Serpentinen und legendäre Touge-Drifts, wie man sie zum Beispiel aus Initial D kennt. Ebenso beeindruckend sind die nächtlichen Fahrten durch regengetränktes Tokio, in denen die Neonlichter des ikonischen Bezirks Shibuya eine Atmosphäre schaffen, die direkt aus den besten Street-Racing-Filmen zu stammen scheint.

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Der unangefochtene Star des gesamten Spiels ist Tokio (dazu kommen wir gleich mit der Karte). Playground hat sogar extra ein eigenes Team dafür aufgestellt – und das Ergebnis sieht man praktisch überall: von den breiten, endlosen Straßen zwischen Wolkenkratzern bis hin zu den schmalen Gassen, die in Lichter aller Farben getaucht sind, mit kleinen Läden und ikonischen Spots wie Shibuya, Akihabara und dem Tokyo Tower.

Gleichzeitig zeigt die Stadt aber auch eine der Kompromisse des Spiels: Der Verkehr ist deutlich spärlicher, als man es sich vom echten Tokio wünschen würde – und wirkt dabei auffällig leer. Das gilt auch für die Bevölkerungsdichte: Wo man in der Realität eher von belebten, vollen Straßen überflutet wird, stehen hier nur vereinzelt ein paar Leute am Straßenrand. Ein kleiner Wermutstropfen ist das schon, denn in der Kampagne spielt die Metropole selbst eher die zweite Geige – und die meiste Action konzentriert sich auf alles andere.

Fun Fact: Tokio in Forza Horizon 6 ist nicht nur breit angelegte Boulevards und Neon-Kreuzungen. Auch in den engen Stadtstraßen fahren kleine japanische Kei Cars herum, die sich perfekt für entspanntere Fahrten oder Food-Delivery in einem der Minispiele eignen.

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Schöne Ecken überall – man muss nur losfahren

Aber Forza Horizon war nie als Fahr-Simulator oder als realistische Nachbildung einer japanischen Metropole gedacht. Es ist ein riesiger Offroad-Spielplatz, auf dem du mit 300 km/h über staubige Straßen, durch Wälder, über schneebedeckte Bergpässe, an Reisfeldern und auf Landstraßen brausen kannst – ohne dass dich alle zehn Sekunden eine Taxi-Schlange aufhält.

Und genau außerhalb von Tokio zeigt das Spiel seine größte Stärke: Freiheit. Die Karte ist weit, abwechslungsreich und praktisch grenzenlos – und glänzt dabei vor allem in den Details, die du erst nach ein paar Stunden Fahrzeit so richtig wahrnimmst.

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Die ikonischen Bergwechselkurven, gesäumt von Kirschblüten – ein Muss in Japan

Ich glaube, das Studio wird Verkehr und Bevölkerungsdichte in einem späteren Update noch einmal genauer angehen. Bis dahin liegt der Fokus vor allem auf Optimierung, damit das Spiel zum Launch so reibungslos wie möglich läuft. Außerdem macht es außerhalb der Stadt ohnehin deutlich mehr Spaß – dort genießt du die Fahrt viel intensiver. Wahrscheinlich versteht sich von selbst, dass Tokio und die Umgebung die detailliertesten Orte der ganzen Reihe sind. Und nach Mexiko in Forza Horizon 5 ist das eine willkommene Abwechslung.

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An manchen Stellen liegt sogar richtig viel Schnee

Alles andere als generisch

Eine der größten Stärken von Forza Horizon 6 ist, wie konstant es die Fahratmosphäre wechselt. Während Mexiko im Vorgänger oft auf riesige Freiflächen und lange Strecken mit karger Landschaft setzte, wirkt Japan deutlich dichter, lebendiger und vielseitiger.

Alle paar Minuten ändert sich der Charakter der Straßen und sogar die Umgebung selbst. Von modernen Highways voller Tunnel und Brücken stehst du plötzlich in engen Passagen zwischen schönen Hügeln, dann geht’s in kleine Dörfer, auf Waldstraßen oder zwischen Felder mit Kirschblüten.

Fun Fact: Die Karte von Forza Horizon 6 ist voll mit versteckten Orten, die neugierigen Spielern Belohnungen geben. Wenn du dich umsiehst, findest du möglicherweise traditionelle Tempel, Aussichtspunkte oder den ikonischen Tokyo Tower – und wenn du diese Szenen im Fotomodus ablichtest, schüttet das Spiel Bonuspunkte, Credits oder sogar neue Autos aus.

Diesmal hat Playground Games noch stärker auf Details geachtet – und dadurch wirkt die Karte nicht wie eine Rennkulisse, sondern wie ein echter Ort mit eigener Identität. Die Dörfer sind alles andere als austauschbar, die Landschaft besteht nicht aus wiederholbaren Mustern, und praktisch überall, wo du hinschaust, gibt es etwas, das dich mindestens kurz dazu bringt, langsamer zu machen. Wenn du willst, zumindest.

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Die Karte ist voller Sehenswürdigkeiten und interessanter Orte verschiedenster Art

Auch das Sounddesign trägt massiv dazu bei. Du kannst dich zwischen bis zu 9 Radiosendern entscheiden, die Artists wie Linkin Park, BABYMETAL, Pendulum, YOASOBI, Rise Against und viele weitere präsentieren. In der Stadt passt du das zu etwas Härterem und Energetischerem an, während es auf dem Land deutlich ruhiger werden kann – mit japanischen Folk-Instrumenten.

Die Jahreszeiten sind zurück – und deutlich präsenter

Auch die Jahreszeiten feiern ein echtes Comeback: Die Reihe hat sie schon in mehreren Teilen integriert, aber diesmal wirkt alles noch viel deutlicher. Beim Fahren ändern sich nicht nur Wetter und Tageszeit, sondern auch die Landschaft selbst – von blühenden rosa Kirschblüten bis zu schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Und das sind mit die besten Momente der gesamten Karte. Zum ersten Mal überhaupt gibt es in Forza Horizon 6 eine dauerhaft schneebedeckte Region mit Skigebiet: Lifte, Pisten und Abfahrten, die du nicht mit Skiern, sondern mit dem Auto hinunterballerst.

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Die schönen Kontraste Japans: im Hintergrund schneebedeckte Berge, darunter blühende Wiesen

Das Ergebnis sind Momente, die sich manchmal eher wie eine wilde Roadtrip-Tour anfühlen als wie ein klassisches Auto- oder Motorradspiel. Eine Minute driftest du an Wasserfällen vorbei, ein paar Minuten später „fliegst“ du durch eine schneebedeckte Schlucht – und plötzlich stehst du irgendwo oben am Berg auf einer Skipiste. Und genau da merkst du: Das ist nicht einfach nur eine gewöhnliche Karte für ein gewöhnliches Autospiel, sondern ein Arcade-Abenteuer auf vier Rädern.

Online-Events und eine natürlichere Spielprogression

Forza Horizon 6 versucht nicht, das Rad neu zu erfinden – und muss es auch nicht. Es bietet eine riesige Open World, Hunderte lizenzierte Autos und genau die Art von Arcade-Racing, bei der der Spaß mehr zählt als realistische Simulation – auch wenn Puristen, die auf Authentizität aus sind, natürlich ebenfalls etwas finden werden, das sie begeistert. Online-Modus und Live-Service-Support mit neuen Autos und Aktivitäten sind natürlich ebenfalls zurück.

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Ikonische Drag-Races

Im Vergleich zum Vorgänger fühlt sich das Spiel in Sachen Progression allerdings etwas runder an. Diesmal startest du nicht als Festival-Star, sondern als normaler Enthusiast, der nach und nach größere Events und stärkere Fahrzeugklassen freischalten muss.

Bei jedem weiteren Schritt im Spiel steht dir ein neues Armband für den Aufstieg in eine höhere Leistungsstufe. Neue Autos sind weiterhin sehr leicht zu bekommen, aber das „Leveln“ hat eine etwas natürlichere Rhythmik. Außerdem gibt es ein paar Ausnahmen, bei denen du dich schon richtig anstrengen musst, um bestimmte Autos freizuschalten.

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Im Hintergrund wartet ein Roboter, gegen den du in einem Event antreten kannst

An traditionellen spektakulären Events mit Flugzeugen, Robotern (wir sind schließlich in Japan), oder auch völlig absurden Strecken mangelt es nicht. Dieses Mal hinterlassen sie bei mir allerdings nicht ganz denselben „Wow“-Eindruck wie noch in früheren Horizons. Der Hauptgrund: Wir haben derartige Eskapaden in der Reihe schon sehr oft gesehen, also habe ich sie als Pflichtpunkt auf der Checkliste abgehakt. Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Community diese kleinen Macken nach und nach glättet. Schließlich ist das ein Live-Service-Spiel, bei dem man eigene Add-ons und Mods erstellen kann – und diese Möglichkeit wurde in früheren Teilen bereits voll ausgereizt.

Eintauchen in die Car Culture Japans

Das Spiel nutzt die Landschaft konsequent aus und versucht, sie dem Spieler über verschiedene In-Game-Events näherzubringen. Neben dem klassischen Horizon Festival gibt es jetzt eine ganze Reihe von Aktivitäten, die sich direkt auf japanische Kultur und die Carszene konzentrieren. Diesmal wirken die Story-Missionen nicht mehr wie langweilige Füllmaterial zwischen den Rennen, sondern eher wie angenehme Umwege, die dich ganz natürlich in Ecken und Winkel der Karte führen.

Mal hängst du in einer Tuning-Werkstatt ab, mal testest du Reifen in den Bergen oder an der Küste – oder du machst dich auf eine Fototour in weniger bekannte Gegenden. Und auch wenn die Dialoge weiterhin unter der typischen „Horizon“-übertriebenen Positivität leiden, wirkt es dieses Mal deutlich natürlicher und unterhaltsamer.

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Japan nachts zu fahren hat seinen eigenen Reiz – in der Stadt genauso wie darüber hinaus

Playground hat außerdem eine starke Arbeit dabei geleistet, die japanische Car Culture selbst einzufangen. Es gibt ikonische Berg-Rennen, Online-Treffen an legendären Parkplätzen – inspiriert von echten Orten (wie Drift Club Japan in Tokyo City) – sowie spontane Drag-Races und Zeitrennen, in die du fast sofort einsteigen kannst.

Die Aufteilung der Karte in Regionen mit jeweils eigenen sammelbaren Aktivitäten, versteckten Autos und weiteren kleinen Details, die dich motivieren, jede Ecke der Welt zu entdecken, funktioniert dabei sehr gut. Dadurch wirkt Japan nicht nur wie eine hübsche Kulisse, sondern wie ein Ort, an dem es Sinn ergibt, anzuhalten, etwas herumzustöbern und manchmal einfach die Atmosphäre in dich aufzusaugen.

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Der Perspektivwechsel aus dem Cockpit ist ein Muss und verstärkt die Aufregung der Fahrt

Du wirst kein visuell beeindruckenderes Rennen finden

Bei Playground Games weiß man ganz genau, wie ein modernes Arcade-Rennspiel aussehen muss. Die Fahrmechaniken bleiben für praktisch alle zugänglich, fühlen sich aber nie holprig an oder übermäßig vereinfacht. Die Autos haben klar unterscheidbare Charaktere und reagieren auf Straßenoberfläche, Wetter und Geschwindigkeit.

Horizon 6 findet dadurch eine perfekte Balance zwischen purer Arcade-Freude und Steuerung, die realistisch genug ist, damit sowohl Gelegenheitsfahrer als auch alle, die ein Lenkrad samt Pedalen nutzen, voll auf ihre Kosten kommen. Und ja: Es stimmt immer noch, dass das Durchbrechen eines Zauns, das Überspringen eines halben Waldes und das Weitermachen danach ohne große Konsequenzen oft der beste Plan ist.

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Da geht mein Held! (Hier: eine typische „Mensch“-Reaktion beim Unfall)

Ich begrüße die Änderung bei der Zerstörbarkeit der Umgebung – das hat mich richtig gefreut. Während in früheren Teilen sogar der kleinste Baum oder Pfahl im Boden einen Wagen zum Kreischen und Stoppen bringen konnte, waren die Entwickler diesmal etwas großzügiger. Die deutlich geringere Zahl an unerwünschten Stops verbessert das Fahrerlebnis sowohl in Rennen als auch beim freien Herumfahren außerhalb der Eventstrecken. Es passiert zwar weiterhin, aber längst nicht mehr so oft.

Technisch ist der Titel erneut auf dem absoluten Best-of-Niveau der Branche, und Japan sieht sowohl am Tag als auch nach Sonnenuntergang fantastisch aus. Besonders stark ist die Handhabung von Licht, Reflexionen und Umgebungsdetails. Die Fahrzeugmodelle sind innen wie außen wunderschön umgesetzt, und die Performance bleibt selbst in großen Open-Area-Abschnitten sehr stabil.

Fun Fact: Die bergigen Regionen bieten jede Menge Aussichtspunkte, von denen du Dörfer, endlose, sich windende Straßen und Tokio bei Nacht in der Ferne sehen kannst. Über dem gesamten Landschaftsbild thront der ikonische Mount Fuji mit seiner schneebedeckten Spitze – einer der markantesten Landmarken auf der ganzen Karte.

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Berauschende Szenerie an jeder Kurve

Natürlich stimmt: Im Vergleich zu Forza 5 ist das kein echter Sprung in der Grafik-Generation. Aber Horizon 6 macht das mit extrem polierter Optimierung und insgesamt sehr flüssigem Gameplay wieder wett (nicht zuletzt dank des bereits erwähnten geringeren Verkehrs und der reduzierten Bevölkerungsdichte). Schwachstellen bleiben vor allem die Charakteranimationen und die Dialoge in Story-Szenen, die im Vergleich zum Rest des Spiels etwas angestaubt wirken. Zum Glück gibt es davon nicht viele, und den Großteil der Zeit sitzt du ohnehin hinterm Lenkrad.

Auch auf der technischen Seite – etwa bei Fahrzeugschäden oder sichtbaren Umwelteinflüssen durch das Fahren – hat sich nicht wirklich viel getan. Beispiel: Nach Fahrten durch Schlamm fehlen Spuren der Reifen. Die Autos sehen zwar verkratzt aus und man kann Dellen an verschiedenen Stellen erkennen, aber das wirkt eher halbherzig umgesetzt. Das ist schade und eine verpasste Chance.

Mehr Customizing-Möglichkeiten in der Garage – heißt nicht automatisch „besser“

Auf der anderen Seite gibt es ein neues Feature mit deutlich erweiterten Optionen für Häuser, Garagen und persönliche Anwesen. Das sind jetzt nicht mehr nur gewöhnliche Schutzräume für schnelle Transfers über die Karte, sondern Räume, die Spieler teilweise selbst gestalten und nutzen können, um ihre Autosammlung zu präsentieren.

Die Entwickler haben ganz klar versucht, das Spiel näher an eine Art „Car-Enthusiasten-Lifestyle“ heranzuführen – also nicht nur darum, was man fährt, sondern auch darum, wie sich anfühlt, wenn man sich seine eigene Ecke in der Welt der Autos aufbaut. Klingt super auf dem Papier – und manchmal schafft es das Spiel tatsächlich, eine angenehme Atmosphäre wie eine „digitale Traumgarage“ zu erzeugen.

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Forza Horizon: Jurassic World

Das Problem ist: Der Editor selbst fühlt sich unnötig kompliziert an und ist an manchen Stellen etwas zusammengeschustert. Die Customizing-Optionen sind zwar riesig, aber die Steuerung wirkt chaotisch. Gleichzeitig ist die Auswahl an nutzbaren Items etwas begrenzt – und das bedeutet am Ende nur eins: Modder aus der Community werden irgendwann einspringen und Verbesserungen liefern, die das Leben in den Garagen für Spieler deutlich leichter machen. Poster an die Wände hängen kannst du hier jedenfalls nicht – dafür kannst du aber einen Dino zu deinen Autos dazu holen...

Und wenn wir schon bei diesen Garagen sind: Das Spiel bietet eine absurd große und vielfältige Flotte (mehr als 550 lizenzierte Autos), in der praktisch jeder seinen Favoriten findet. Marken wie Porsche, BMW, Ford, Honda, Toyota, Ferrari und Lamborghini sind alle mit dabei – und das Spiel verbindet klassische japanische Ikonen, alltagstaugliche Sportwagen und extreme, streckenfokussierte Specials richtig gut. Sogar Vans und Familien-SUVs sind dabei. Das Ergebnis ist genau die Art von Garage, bei der du dich alle paar Minuten fragst, welches Auto du als Nächstes ausfährst.

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Motortausch in der Garage

Im Vergleich zu den vorherigen Teilen haben sie beim Tuning nicht wirklich viel weitergedreht – und das Fahrgefühl ist praktisch identisch. Das Spiel bietet zwar eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, Leistung, Motoren, Getriebe und Fahrwerke anzupassen, und wer mehr Erfahrung hat, kann beim Feintuning der detaillierten Fahr-Settings richtig Spaß haben.

Der visuelle Teil des Customizings ist allerdings weiterhin etwas konservativer: Während einige Autos eine Auswahl an Body-Kits und Spoilern bekommen, musst du dich bei anderen mit deutlich kleineren Änderungen zufriedengeben.

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Auktionshaus

Motoren, Turbos und der Klang von Tokio bei Nacht

Ein Bereich, in dem Forza Horizon 6 (innerhalb der Reihe) wirklich heraussticht, ist das Sounddesign. Die Autos fühlen sich endlich nicht mehr wie unterschiedliche „Hüllen“ für einen Motor an, dessen Lautstärke nur angepasst wurde – stattdessen haben sie einen eigenen Charakter und eine eigene Persönlichkeit. Die Unterschiede zwischen einzelnen Fahrzeugen sind sofort hörbar: von aggressiven Turbos und dröhnenden Auspuffen bis zu subtilen Details beim Schalten oder Bremsen.

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Viel Spaß beim Abspringen (chaotische Sprung-Party)

Außerdem macht das Spiel bei den Umgebungsgeräuschen auf der Strecke eine richtig gute Figur. Die Einschläge an Leitplanken und das Überfahren der Bordsteine treffen genau richtig und verstärken das Gefühl von Tempo auf wunderschöne Weise. Das sind kleine Details – aber genau die machen das Fahrerlebnis deutlich lebendiger und intensiver.

Forza Horizon 6 auf Xbox – Wie lief’s und welchen Modus habe ich gespielt?

Auf der Xbox Series X habe ich mich praktisch sofort im Performance-Modus eingependelt – und bei so schnellem Arcade-Racing gab es für mich keinen Grund, woanders hinzuschauen. Forza Horizon 6 läuft in dynamischem 4K mit absolut stabilen 60 Bildern pro Sekunde und sieht dabei unglaublich gut aus.

Dynamic Resolution funktioniert so nahtlos, dass man es – wenn die Entwickler es nicht erwähnt hätten – bei den meisten Spielern wohl gar nicht bemerkt hätte (mich eingeschlossen). Und ja: Es gibt auch einen Quality-Modus mit einem „nativeren“ Look. Aber in einem Spiel, in dem du mit 300 km/h durch Kirschblüten fliegst, fühlten sich 30 FPS so selbstverständlich an wie das Driften in einem Van.

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Meine Autos – Ferrari

Eine entspannte Sucht für einen ruhigen Abend

„Ich mach nur noch ein Rennen“ – und drei Stunden später drifte ich immer noch irgendwo in den Bergen unter einem sternenklaren Himmel. So viele Abende hat bei mir die Deluxe Edition auf der Xbox gekostet. Wieder einmal ist das Tempo perfekt getroffen, und das Spiel schiebt dich ständig dazu, neue Autos, neue Disziplinen auszuprobieren und unbekannte Ecken der Karte zu entdecken.

Mal rasen wir in klassischen Straßenrennen, mal jagen wir einander in Drift-Events oder erledigen Showcase-Missionen, für die die Reihe schon seit Jahren berühmt ist. Dieses Mal wirken die spektakulären Duelle allerdings nicht ganz so wild und unvergesslich wie früher. Es mangelt nicht an Adrenalin-Momenten oder filmischer Inszenierung, aber Playground hat die Sache diesmal etwas stärker auf „Bodenhaftung“ getrimmt.

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Den Modus „Discover Japan“ habe ich deutlich mehr genossen – er bildet einen schönen Kontrast zum klassischen Festival. Über eine Reihe kleinerer Missionen führt dich das Spiel durch die japanische Car Culture, die Drift-Szene und die Regionen der Karte selbst. Hier lieferst du Essen durch die Straßen Tokios, oder stellst dich Tuning-Projekten und Herausforderungen in den Bergen.

Und dann ist da noch die Online-Komponente: Horizon Play, in der Forza wirklich zum riesigen Community-Spielplatz wird. Treffen auf Parkplätzen, Community-Events und von Spielern erstellte Strecken sind nun genauso fester Bestandteil der Reihe wie die Rennen selbst.

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Oldschool-Schönheit

Auch Multiplayer ist ein zentraler Bestandteil des Erlebnisses. Klar, offline kannst du spielen – aber die Forza-Horizon-Reihe kommt im Online-Bereich erst so richtig zur Geltung. Kurz gesagt: Es ist wie zuvor – du triffst überall im Open World auf andere Spieler oder konkurrierst in Online-Rennen. Das sind alles Aspekte, die dich anziehen und dranbleiben lassen. Die Zeit verlangsamt sich, und ehe du dich versiehst, ist sie einfach weg.

Fazit: 9/10

Zeit, das Ganze abzuschließen. Und zwar stilvoll, denn Forza Horizon 6 ist genau die Art von Fortsetzung, die die Reihe nicht radikal neu erfindet, sondern auf fast schon perfekte Werte poliert. Japan war für Horizon jahrelang ein Traumziel – und das sieht man. Eine fantastische Open World, unfassbar süchtig machendes Fahren, eine große Auswahl an Autos, die großartige Atmosphäre der nächtlichen Tokio-Straßen und eine Menge Content in allen Formen und Facetten machen das Spiel zu einem der besten Arcade-Rennspiele von heute.

Ja, es gibt kleinere Schwächen wie dünner Verkehr, schwächere Showcase-Events oder einen nicht ganz perfekten Garage-Editor – aber letztlich lenkt davon nichts genug ab, um den Kern zu zerstören: Horizon 6 ist das beste Spiel der Reihe. Es kann dich locker für zig bis hunderte Stunden dranhalten; die Entwickler haben alles verbessert, was man verbessern konnte – und „sechs“ ist dabei mühelos zum neuen Standard im Open-World-Racing geworden. Genau so sollte eine Fortsetzung aussehen. Und ehrlich gesagt: Wir haben uns in der Reihe sogar genau daran gewöhnt – Teil für Teil.

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